Das Atrium

Submitted by Ilze Girgensone on Wed, 2011-02-09 12:08.

Erdeös schreibt dazu:
Im alten Rom bezeichnete man den kleinen Innenhof, der vom zentralen Bereich des Hauses umgeben war, als Atrium. Auch die Villa San Michele verfügt über einen solchen Hof. Früher war das Sammeln von Regenwasser auf Capri lebensnotwendig, da die Insel über kein Grundwasser verfügt. Das Regenwasser von den Dächern wurde in einer Zisterne aufgefangen.

undefined: Foto: Peter de Ruundefined: Foto: Peter de RuIn der Mitte des Atriums befindet sich eine römische Brunnenöffnung (puteal), die aus einem einzigen weißen Marmorblock angefertigt wurde. Die Innenseite des Brunnenrandes weist Seilspuren auf, die durch das Heraufziehen der Wassereimer entstanden sind. Die Seile haben mit der Zeit tiefe Rillen im Marmor hinterlassen.
Der Brunnen ist mit kräftigen Girlanden (“der ersten Fruchtopfergaben”)  geschmückt, die aus verschiedenen Blättern und Früchten bestehen und die einzelnen Bukranien (Rinderschädel) verbinden. In den Lunetten oberhalb der Girlande sind rosettenförmige Schalen angeordnet. Das Girlandenmotiv tritt häufig sowohl im religiösen als auch im weltlichen Kontext auf. Ein ähnliches Schmuckelement wurde an der Ara Pacis in Rom entdeckt
Maße in cm: Höhe 70,  Durchmesser 68,5
Herkunft: Unbekannt
Datierung: A D 1-50
Bibliography: Andrén (1957) S. 370;  Andrén (1965) S. 130; Andrén (1980) S. 137; MBCA 15/00401987.
(Von Agneta Freccero, Roman marbles, Wahlström & Widstrand 2003, S. 170)

Foto: Peter de RuFoto: Peter de Ru